Der Nordosten der Insel Rügen wird von der Halbinsel Jasmund bestimmt, die mit der Kerninsel
„Mutland“ durch die Nehrung Schmale Heide zwischen Binz-Prora und Sassnitz-Mukran und einen Bahn- und Straßendamm bei Lietzow verbunden ist. Die Schmale Heide trennt die Außenbucht der Prorer Wiek vom Kleinen Jasmunder Bodden. Auf der Halbinsel Jasmund befinden sich mit dem Piekberg (161 m ü. NN) die höchste Erhebung und mit dem Königsstuhl, einem 119 m hohen Kreidefelsen der Stubbenkammer, das markanteste Wahrzeichen der Insel Rügen. Eine weitere Nehrung, die Schaabe verbindet Jasmund mit der Halbinsel Wittow im Norden Rügens. Die Schaabe trennt wiederum die Außenbucht der Tromper Wiek vom Großen Jasmunder Bodden. Die Halbinsel Wittow und die
westlich anschließende lange und schmale Halbinsel Bug wird vom Hauptteil Rügens durch den Rassower Strom, den Breetzer Bodden und den Breeger Bodden abgetrennt. Die Halbinsel Wittow schließt nach Norden mit dem Kap Arkona ab. Knapp einen Kilometer nordwestlich befindet sich auf 54° 41' n. Br. der nördlichste Punkt Mecklenburg-Vorpommerns. Vor diesem Kliff (Gellort) liegt der Siebenschneiderstein – der viertgrößte Findling Rügens – am Ufer.
Die
Nordwest- und Westseite der Insel Rügen ist ebenfalls stark gegliedert, aber
etwas flacher. Ihr vorgelagert
sind die Inseln
Hiddensee
und
Ummanz sowie die kleineren Inseln
Öhe,
Liebitz
und
Heuwiese. Durch Sandabtragung und Sandanlagerung der Ostsee müssen die
Fahrrinnen nördlich und südlich der Insel Hiddensee ständig ausgebaggert
werden, anderenfalls würde Hiddensee mit Rügen binnen weniger Jahre
„zusammenwachsen“.
Die Mitte Rügens ist nur leicht hügelig, das Gebiet wird vornehmlich von der Landwirtschaft geprägt. Östlich der Stadt Bergen auf Rügen werden 90 m ü. NN erreicht (Rugard mit
Aussichtsturm) und im südöstlichen Hügelland der Granitz 107 m ü. NN. Der Boden auf Rügen ist sehr fruchtbar und ergiebig, besonders auf Wittow, der Kornkammer der Insel. Daneben gibt es größere Kohlanbaugebiete. Rügen ist mit vielen Findlingen übersät, von denen die 22 größten zu den gesetzlich geschützten Geotopen zählen
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Mecklenburg-Vorpommern. Das „Tor“ zur Insel Rügen ist die Hansestadt Stralsund.
Die Insel, durch den
Rügendamm
über den 2 km breiten
Strelasund mit dem Festland verbunden, hat eine maximale Länge von 52 km
(von Süd nach Nord), eine maximale Breite von 41 km im Süden und eine Fläche
von 926 km².
Die Gesamtlänge der Küste Rügens beträgt 574 km. Ihre Gestalt ist durch
zahlreiche Meeresbuchten (Bodden
oder Wieken)
sowie vorspringende
Halbinseln und
Landzungen äußerst zerrissen.
Die Insel
Rügen bildet zusammen mit der
„Mutland“ durch
die
westlich anschließende lange und schmale Halbinsel
Aussichtsturm) und im südöstlichen Hügelland der